Psychotherapeutische Praxis Dr. Mag. Juan José RIOS


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Essstörung

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Essstörung



Magersucht (Anorexia Nervosa)
Der Begriff “Anorexia“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet Wörtlich soviel wie „Appetitlosigkeit“ mit dem Zusatz „nervosa“ ist gemeint, dass das Phänomen „nervlich“ bzw. psychisch bedingt ist. Der Begriff, der im 19 Jahrhundert geprägt wurde.

Diese zumeist bei pubertierenden Mädchen und jungen Frauen auftretende Störung stellt im allgemeine eine Verweigerung der Annahme der Geschlechtrolle dar, die in Verschiedenen Ursachen begründet sein kann. Mit der Unterbringung der ausreichenden Nahrungszufuhr sollen die Entwicklung typische weiblicher Attribute wie der Brüste und das weitere Hineinwachsen in die weibliche Rolle verhindert werden. Bei den oft Narzisstische Patientinnen geht zuweilen gleichzeitig und folgerichtig mit der Anorexie eine Amenorrhö ein her.

Die meiste anorektischen Patientinnen waren nicht übergewichtig, als sie anfingen, abnehmen zu wollen, vielleicht waren höchste „pummelig“, sie waren nicht zufrieden mit einer Abnahme von einige Kilogramm, verstärkten sie ihre Anstrengungen noch, die normale Gewicht für alte und Grösse es ihnen immer noch zu viel es schein keine Grenzen zu kennen, Trotz der fortschreitenden Abmagerung bleibt die Angst, dick zu werden, die kleinste Gewichtszunahme löst eine Schock aus.

Aufgrund ihrer Unterernährung ist die kognitive und emotionale Welt der Betroffenen (Denken und Fühlen) sehr eingeengt, dass sie einen grossen Teil ihrer Zeit damit verbringen, Kalorien zu zählen und sich Gedanken übers Essen zu machen, immer mehr und mehr „Gesunde“ Nahrungsmittel zu suchen, die wenig Kalorien enthalten, besonders Zucker und Fett sind Tabu. Anorektische Patientinnen sind ausgesprochen Fleissig und leistungsorientiert, arbeiten oder lernen viel und oft als besseren Ergebnissen als je zu vor , sie sind ständig in Bewegung und manche treiben Sport und die imaginäre Bauch los zu lassen. Andere sind so Ruhe und rastlos, dass sie kaum einmal sitzen oder liegen können, sie fühlen sich einfach nicht Krank, Familie, Freunde oder Partner bemühen sich um die Betroffene dazu zu bringe einen Arzt oder Psychotherapeut zu suchen.

Solche Patientinnen bekommen oft Fressattacken (Heisshungeranfall), Das Bild ähnelt dann sehr dem einer Bulimie, beide Essstörung hängen eng zusammen.

Bulimie (bulimia Nervosa)

Der Begriff “Bulimie” (griechisch für Ochsenhunger) ist streng genommen unzutreffend, da es sich um eine medizinische Kontrolle Handelt, worunter Menschen leiden, es gibt jedoch auch Formen von Völlerei, die nicht notwendig als Problem zu betrachten sind, wir können von Bulimie sprechen wenn jemand dieses Essverhalten als unerwünscht betrachtet oder darunter leidet und damit die Vermeidung einer Gewichtszunahme oder das abnehmen auf ein niedrigeres Niveau vor allem durch selbst herbeigeführtes Erbrechen oder durch die Einnahme von Abführmitteln sowie durch fasten oder strenges Diäthalten oder eventuell in Kombination mit extensiver Körperlicher Bewegung.

Die Bulimie bleibt häufiger unbemerkt, dass man den Betroffenen meist von aussen nichts ansieht, als Scham oder Schuldgefühle verheimlichen diese oft, haben sie jedoch einmal die Gelengenheit, sich einem vertrauten und wohlwollenden Gesprächspartner anzuvertrauen, ohne befürchten zu müssen verurteil zu werden, erleben sie dies als grosse Erleichterung.

Für viele Patientinnen ein Fressanfall ist, wenn sie kleine Mahlzeit die mehr Kalorien enthält als sie sich selber erlauben essen. Wir sprechen von Fressanfall wenn die Menge der verzehrten Nahrung sehr gross ist, e. h. doppelt zu viel wie bei einer normalen Mahlzeit.

Bei einem echte Fressanfall werden. z.B. einer halb einer halben bis einer Stunde Nahrungsmittel mit einem Brennwert von 2000 bis 10000 Kalorien verschlugen. Kennzeichen für solche Attacken sind das plötzlich Auftreten und die kurze Dauer

Bulimische Patientinnen haben während eines Fressanfalls das Gefühl, völlig die Kontrolle über ihr Essverhalten zu verlieren. Sie scheine von einem unwiderstehlichen Drang überwältig zu werden, immer weiter zu essen, sie essen mechanisch bis nicht mehr hineingeht, in der regeln Essen sie bei Fressanfall gerade die Dinge, die sie sich sonnst nicht erlauben.

Manch Bulimische Patientinnen planen die Fressanfälle im vor aus und manchmal Stunden lange essen, sie haben Angst davor dick zu werden. Aus diesem Grund sind auch die Gegenmass nahmen zu denen die bulimische Patientinnen greifen, häufig drastischer als der anorexiepatientinnen, das auslösen eine Brechreflexes (meist, indem ein Finger tief in dem Hals gesteckt wird) und/oder Einnahme grosser Menge an Abführtmitteln, auf Grund dessen haben die meiste „Normalgewicht“ .

Nur selten haben sie Fressanfälle in der Anwesenheit anderer Personen, sie führen ein „Doppelleben“ und verheimlichen ihre Bulimie aus Scham oder aus Schuldgefühlen. Aus Angst vor Ablehnung spielen sie oft sogar ihren Ehemänner oder Partnern jahrelang etwas vor.


Adipositas (Fett sucht) – Gewicht Reduktion

Meist wurde die Ursachen für die Fettsucht- die, um ihr eigentliches wesen zu verdeutlichen, es ist eine Gewohnheitsbildung die schon in der Kindheit gelegt. Meist handelt es sich auch nicht um eine „ererbte Drüsenschwäche“, die in die Familie liegt sondern um eine frühkindliche Mästung und Erlernung des in der Familie liegenden Essfehlverhaltens von einer Identitätsfigur, auch die Schutzbehauptung der Dicken, dass sie so gut wie nichts äßen, stellt meist eine Verdrängung des tatsächlichen Verhaltens dar. Sicher spielt die individuelle nervalendokrine Konstitution eine gewichtige Rolle in der Frage, wie viel der einzelne essen darf, ohne übergewichtig zu werden. Auch hormonelle Umstellungen, wie sie besonders im Leben der Frau mehrmals auftreten können, so bei der Pubertät, im Gefolge einer Schwangerschaft und nach dem Klimaterium, sind in dem beiden letztgenannten Fällen oft vordergründiger Auslöser eines zu sehr in die Breite tendieren Körperbaus, der tatsächlich Grund liegt aber auch hier in einer Sucht oder zumindest Gewohnheitsbildung, in dem nämlich die Betroffenen nicht in der Lage waren, ihre Ernährungsgewohnheiten den veränderten Bedingungen anzupassen.

Der Griff in den Kühlschrank als Unbewusste Ersatzbefriedigung für nicht erfüllte Sehnsüchte schlägt sich im sogenannten „Kummerspeck nieder. Insbesondere bei Adipösen Frauen kann die Fettleibigkeit auch ein sexuelles Verhinderungsmotiv sein, indem die Frau sich für die Männerwelt im allgemeinen oder ihren Partner im besonderen unattraktiv sein will. Eine pubertäre Dysmorphophobie (Angstvorstellung, missgebildete oder hässlich zu sein) kann ebenfalls eine Adipositas begünstigen, wenn das junge Mädchen sich für so hässlich hält, dass es glaubt, auch die Fettleibigkeit könne nicht mehr verderben.

Am stärken spielt bei der Fettsucht auch das Motiv der oralen Einverleihung im Freudschen Sinne mit. Das Essen wird mit Wohlgefühl gleichgesetzt.


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