Psychotherapeutische Praxis Dr. Mag. Juan José RIOS


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Arthritis

Arbeitsschwerpunkte > Psychosomatische Krankheiten

Arthritis



Arthritis ist eine Sammelbezeichnung für Gelenkerkrankungen, die durch eine Entzündung der Gelenkflächen verursacht werden. Die Entzündung kann ein Gelenk (Monarthritis), wenige Gelenke (Oligoarthritis) oder fast alle Gelenke (Polyarthritis) betreffen.


Die Symptome (= Krankheitszeichen) einer Arthritis sind meist Schmerzen, Schwellung, Überwärmung und/oder Bewegungseinschränkung des betroffenen Gelenkes. Seltener kann es auch zu einer Rötung (v. a. akute Formen), Gelenkerguß oder zur Eiteransammlung (Gelenkempyem) im Gelenk kommen. Im Verlauf einer chronischen Arthritis
(über einen längeren Zeitraum bestehenden Arthritis) sind die Spätfolgen meist ein Funktionsverlust des Gelenkes mit Destruktionen (= Zerstörung bestimmter Gelenksbestandteile), Fehlstellungen (die Geometrie des Gelenkes wird verändert), Kontrakturen (Verkürzungen bestimmter das Gelenk umgebender Weichteilstrukturen, die zu einer Bewegungseinschränkung des Gelenkes führen) und Ankylosen (= Gelenkversteifung) (nach Pschyrembel, 258. Auflage; Gesundheitpro.de).

Verschiedene Formen der Arthritis:

Wie im ersten Absatz schon erwähnt, ist der Begriff Arthritis eine Sammelbezeichnung für verschiedene Gelenkerkrankungen. Eine Arthritis kann sehr viele verschiedenen Ursachen haben, im folgendem Absatz soll kurz auf die in Deutschland wichtigsten Formen der Arthritis eingegangen werden:
Die häufigste Form der Arthritis in Deutschland ist die rheumatoide Arthritis (primär chronische Polyarthritis), ca. 0,5% bis 1% der Gesamtbevölkerung in Deutschland leiden an dieser Krankheit. Mit zunehmendem Alter nimmt auch die Häufigkeit der Erkrankung zu, Frauen sind ca. 3 mal häufiger betroffen als Männer. Es handelt sich um eine chronisch-entzündliche, oft in Schüben verlaufende Erkrankung des Binde-, Stütz- und Muskelgewebes mit Hauptmanifestation (= am meisten betroffen) an der Gelenkinnenhaut und an gelenknahen Strukturen (z.B. Schleimbeutel).

Die Ursache der rheumatoiden Arthritis ist noch nicht vollständig geklärt. Nachgewiesen ist eine genetische Disposition (= vererbliche Veranlagung), allerdings müssen auch bestimmte auslösende Faktoren vorhanden sein, beispielsweise virale Infekte (= durch Viren übertragene, ansteckende Erkrankungen), metabolische Störungen
(= Stoffwechselstörungen), endokrine Störungen (= Störungen des Hormonsystems), auch nervöse Einflüsse können eine Rolle spielen. Daraufhin entwickelt sich eine Autoimmunreaktion (= eine Reaktion des körpereigenen Abwehrsystems gegen den eigenen Körper). Eine rheumatoide Arthritis kann sich in unspezifischen Allgemeinsymptomen wie Abgeschlagenheit, Gelenkschmerzen in Ruhe, bei Druck oder unter Belastung, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust oder gelegentlich erhöhter Temperatur äußern. Spezifischere Symptome sind u. a. Morgensteifigkeit der Gelenke, Schwellungen vor allem der Hand-, Fingergrund- und –mittelgelenke, sowie verschiebliche, weiche Rheumaknötchen unter der Haut, meist an der Streckseite der Gelenke. Im Spätstadium zeigt sich oft eine starke Deformation (= Verformung, Fehlstellung) und Destruktion (= Zerstörung) der Gelenke.


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